Ernüchternd, wenn das Buch nicht so toll ist, wie gedacht.

Lest ihr Bücher zu Ende, die ihr von Beginn an nicht so toll, oder gar schlecht findet? Mit dieser Frage beschäftige ich mich im Moment. Ich habe einen Krimi gekauft, der sich laut Beschreibung der Buchrückseite spannend und interessant anhörte. Doch schon auf der ersten Seite stellte ich fest, hm…irgendwie komme ich mit dem Schreibstil nicht zurecht. Naiv und unbeholfen wirkt die Einführung in die Geschichte. Auf den nächsten zwei, drei Seiten kam dann noch das Problem hinzu, dass mir die Protagonistin zunehmend unsympathischer wurde und die Figur ziemlich eindimensional blieb. Sie hasste ihren Vater. Mit diesem Satz wird der Leser allein gelassen. Keine Erklärung, dabei griff die Autorin bereits auf Seite zwei auf Rückblenden zurück. Diese hätte man gut nutzen können, um dem Leser einen besseren Einblick in die Gedankenwelt der Frau zu vermitteln. Dem Leser die Möglichkeit geben, die Stimmung einzufangen, die dazu führte, dass sie ihren Vater hasst. Doch die Rückblenden sind recht nichtssagend. Oberflächlich. Ich werde mit der Geschichte schwer warm. Die Figuren sind nur eine leere Silhouette.Sie schwärmt von einem anderen Mann, während sie ihr Kind stillt. Der Ehemann wird nur am Rande erwähnt. Wieso die Gefühle für ihn abgeflaut sind, wird auch in den nächsten Kapiteln nicht deutlich. Hat sie keinen Grund oder gelingt es der Autorin bloß nicht die richtige Stimmung zu vermitteln? Die Dialoge sind unglaubwürdig. Da wird die Leiche eines Teenagers gefunden und die Mutter der Freundin des Opfers reagiert wahnsinnig unterkühlt beim Auffinden, sagt nur lapidar man könne nichts machen und solle ins Haus gehen, um die Polizei zu rufen. Klar nicht jeder reagiert mit hysterischem Schreien beim Auffinden einer Leiche. Aber einen Anflug von Panik, Schock, irgendwas erwartet man als Leser doch. Ich habe grundsätzlich Schwierigkeiten mit Büchern, in denen die Hauptfiguren mir unsympathisch sind. Ich weiß nicht, ob es ein Tick von mir ist. Aber wenn ich die Handlung, die Gedankengänge nicht nachvollziehen kann, dann hat es das Buch schwer bei mir. Meistens lese ich es nicht weiter. Diesem Buch gebe ich noch eine Chance. Vielleicht wird es ja ab der Mitte besser.

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2 Gedanken zu “Ernüchternd, wenn das Buch nicht so toll ist, wie gedacht.

  1. Das Leben ist zu kurz, um schlechte Bücher bis zum Ende zu lesen!

    Normalerweise gebe ich dem Buch maximal 25%, um mich doch noch zu überzeugen, danach wird es beiseite gelegt. Denk doch nur an all die guten Bücher, die du nicht lesen kannst, weil du deine Zeit mit den anderen verschwendest!

  2. Also – wenn mir ein Buch zu langatmig erscheint… mich langweilt… ich mit der „Ausdrucksweise“ nicht klar komme… oder ich es doch nicht so ansprechend finde, wie ich vorher erwartet hatte… landet es relativ schnell in meinem Bücherregal… und wird da meistens auch nie wieder rausgeholt… es sei denn… ich verschenke es irgendwann weiter…

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