Young Sherlock Holmes Teil 1

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  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4 (17. Februar 2012)
  • ISBN-10: 3596193001
  • ISBN-13: 978-3596193004
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Als Sherlock Holmes Fan war ich natürlich gespannt auf die Abenteuer des jungen Detektivs. Gleichzeitig war ich aber sehr skeptisch, ob der von Andrew Lane geschaffene jugendliche Sherlock meinen Ansprüchen würde gerecht werden können. Eigentlich habe ich mir vorher gar keine großen Gedanken um Sherlocks Jugend gemacht. Aber die Idee, daraus ein Buch zu machen, bzw mehrere, finde ich gar nicht so schlecht. Als ich das Buch in der Buchhandlung sah, überlegte ich, wie ich mir wohl einen vierzehnjährigen Sherlock vorstellen würde.

Sonderbar. Ein Sonderling in der Schule, der gerne chemische Experimente ausprobiert. Der keinen Zugang zu Schulkameraden findet.

Der seit frühster Kindheit die Leute in seiner Umgebung blitzschnell studiert und daraus den Charakter fast perfekt einschätzen kann. Ein Teenie, der mit Altersgenossen nicht viel anzufangen weiß. Der überheblich ist und seinem Alter weit voraus. Wissbegierig. Klug und unnahbar.

Der Sherlock von Andrew Lane hingegen ist zwar in der Schule überwiegend ein Einzelgänger, allerdings erhält man als Leser nur einen kurzen Einblick in die Schule, denn gleich zu Beginn des Buches sind Ferien und die Schüler werden von ihren Eltern abgeholt. Bis auf Sherlock, dessen Bruder Mycroft ihn abholt und anders als geplant nicht nach Hause bringt, sondern zu Verwandten aufs Land.

Dort wird Sherlock nicht gerade herzlich empfangen. Doch das macht ihm nicht allzuviel aus. Viel schlimmer findet er die Tatsache die Ferien über bei seinem Onkel und seiner Tante bleiben zu müssen, die er gar nicht kennt.

Damit Sherlock nicht auf dumme Ideen kommt, wird ein Hauslehrer eingestellt. Und dieser erinnert einen eher an den erwachsenen Sherlock Holmes.

Der vierzehnjährige Sherlock ist zwar klug, doch über viel Wissen verfügt er nicht. Er interessiert sich auch nicht für Naturwissenschaften oder Mathe.

Er freundet sich schnell mit einem Straßenjungen an und die beiden geraten kurz darauf in ein haarsträubendes Abenteuer.

Die Freundschaft zu Matty passt meiner Meinung nach nicht da hinein. Denn Sherlock ist ein ganz normaler Junge, der ganz normal mit Matty umgeht. Keine Arroganz, keine Überlegenheit. Die entwickelt Sherlock wohl dann erst später. Aber für mich passt das nicht. Ich glaube Sherlock Holmes Fähigkeiten soziale Kontakte zu schließen waren schon seit frühster Kindheit nicht sehr ausgeprägt.

Das Buch ist spannend geschrieben. Über einige Ungereimtheiten und unlogische Zusammenhänge kann man hinweg sehen. Es ist sehr actiongeladen. Explosionen, Schießereien, Verfolgungsjagden etc. Gegen Ende hin wird’s sehr unrealistisch und ab dem Punkt, hatte ich auch keine große Lust mehr weiter zu lesen, doch ich las es zu Ende.

Fazit: Für Jugendliche sicher toll zu lesen. Vor allem, wenn man noch nicht so viel über Sherlock Holmes weiß und Conan Doyle nicht gelesen hat.

Für Leute im Holmes-Fieber, kann dieses Buch eine Enttäuschung sein.

Am besten geht man unvoreingenommen ans Buch heran. Sollte man das nicht bei jedem Buch? Nun, das ist bei diesem Buch schwer, wenn man sehr viel vom erwachsenen Sherlock Holmes weiß, zieht man automatisch Vergleiche und versucht den Sherlock aus Doyles Büchern hier irgendwo wieder zu finden. Mir ist das nicht so ganz gelungen. Dennoch ist es  sicherlich kein schlechtes Buch. Es trifft bloß nicht meinen Geschmack und das ist ein ganz subjektiver Eindruck

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