Manuela Inusa – Camden Town

Vor zwölf Jahren ließ Kendra ihr Leben als Ehefrau und Mutter hinter sich, um vier Monate und ein Tattoo später zu ihrer Familie zurückzukehren. Doch tief in ihrem Inneren war da immer diese Sehnsucht nach Camden Town.
Dann verschwindet sie erneut, dieses Mal soll es für immer sein. Aber kann man einfach dort weitermachen, wo man aufgehört hat?

manuela inusaManuela Inusa

Das ist die Inhaltsangabe zu Manuela Inusas Geschichte Camden Town, die in der Anthologie „Das Tattoo“ erschienen ist.

Ich habe Manuela ein paar Fragen gestellt, um sie und ihre Geschichte vorzustellen, die sie sehr zügig beantwortet hat. Einen lieben Dank nochmal dafür.

In deiner Geschichte Camden Town spielen Sehnsüchte eine ganz große Rolle. Wie bist du auf die Idee zu der Geschichte gekommen?

– Ich denke, jede Hausfrau/Ehefrau/Mutter kennt Tage, an denen sie am liebsten einfach nur mal alles liegenlassen und für sich sein würde. Das ist ganz normal. Mit dem Eheleben/Mutterdasein kehrt der Alltag ins Haus ein, da kann es leicht vorkommen, dass man sich überfordert, gelangweilt oder „eingesperrt“ fühlt und man einfach mal ausbrechen möchte. In meiner Geschichte geht die Hauptfigur Kendra aber so weit, dass sie ihr gesamtes Leben und all die Menschen darin hinter sich lassen will, um wieder zu „leben“.

 

Wieso ausgerechnet Camden Town?

– Camden Town, weil es für mich Freiheit verkörpert. Kendra hat sich dort ihr Tattoo stechen lassen. Vor zehn Jahren habe ich dort ebenfalls mein erstes Tattoo, einen Schmetterling, stechen lassen.

 

Was macht für dich den Reiz einer Anthologie aus?

– Ich finde es immer wieder schön, mit anderen Autoren zusammenzuarbeiten. Fünf Geschichten zu einem Thema, jedoch unterschiedliche Genres, fand ich super spannend.

 

Du schreibst sowohl über ernsthafte Themen, wie in dem Roman Scheißleben, oder Simone – Endstation Harlem als auch romantische Bücher unter dem Pseudonym Ashley Bloom. Was davon fällt dir leichter, oder gibt es da keine Unterschiede?

– Die fröhlichen Sachen schreiben sich auf jeden Fall leichter. Am Herzen liegen mir aber die tragischen Geschichten, da bin ich mit ganzer Seele dabei.

 

Arbeitest du an mehreren Projekten gleichzeitig, oder schreibst du strukturiert einen Roman fertig, und beginnst dann den nächsten?

– Es kommt schon vor, dass ich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite. Jedoch versuche ich mich meist auf eine Sache zu konzentrieren, sonst kann man da ganz schnell durcheinander kommen.

 

Was liest du privat gerne?

 

– Wenn ich Lust auf Romantik habe, lese ich gern Nicholas Sparks. Ich mag aber auch Thriller à la Joy Fielding oder Lisa Jackson. Außerdem lese ich unglaublich gern die Klassiker: Charles Dickens, die Bronte-Schwestern, und am liebsten Jane Austen. Ich habe schon eine richtige Jane-Austen-Sammlung im Bücherregal stehen, obwohl sie in ihrem kurzen Leben nur 6 Romane geschrieben hat. Aber die gibt es bei mir in allen Ausgaben und Sprachen.

Und zum Schluss, gibt es etwas, das du den Lesern noch sagen möchtest?

– Ich würde die Leser gern dazu auffordern, mehr Anthologien zu lesen. Die Geschichten sind natürlich nicht so umfangreich wie ein Roman, aber sie eignen sich doch besonders gut für Bus und Bahn und man kann oft richtige Schätze unter ihnen finden.

Vielen Dank fürs Interview, liebe Arwyn! Es war mir eine Freude 🙂

 

 

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