5 Tipps

Die Idee für 5 Tipps für Autoren stammt von Anja Bagus. Autoren geben auf ihren Blogs 5 Tipps, die sie beim Schreiben und Veröffentlichen berücksichtigen und verlinken die Beiträge der anderen Blogger. Dazu stellen sie sich und ihr neustes Werk kurz vor.
Eine schöne Idee, so kann man sich die Tipps raussuchen, die einem sinnvoll erscheinen.
Hier kommen meine 5 Tipps, die natürlich nur mein eigenes Empfinden widerspiegeln und nicht unbedingt auf jeden zutreffen müssen. Etwas unwohl fühle ich mich schon dabei, schließlich habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen und  bin unter all den großartigen Autoren da draußen ein kaum sichtbares Licht.

Kurz zu mir: Ich habe Anfang Juni meinen Thriller Todesschwestern veröffentlicht. Todesschwestern1.2 kleinDie Presse nannte sie »Die Todesschwestern«. Noelle und Joss waren sechzehn und siebzehn, als sie beschlossen sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Eine von ihnen überlebte. Ein Jahr später ist diese verschwunden. Privatdetektiv Nathan O’ Brian soll die labile Joss finden. Zunächst scheint es sich um die gewöhnliche Suche nach einem fortgelaufenen Teenager zu handeln. Doch schon bald wird klar, dass nichts an dem Auftrag gewöhnlich ist, denn Joss verfolgt ein mörderisches Ziel.
 
Nun zu meinen 5 Tipps:

1. Üben, üben, üben

Schreiben ist ein Handwerk. Sicherlich gehört auch eine große Portion Talent und vor allem Disziplin dazu. Ich denke, jeder, der ernsthaft schreiben möchte, sollte üben, üben und üben. Kurzgeschichten zu schreiben ist ein prima Anfang. Man kann sich auf wenige Figuren konzentrieren und einen Handlungsstrang ausarbeiten. Man kann da wunderbar experimentieren, seinen eigenen Stil finden, Vorlieben herausfinden. Schreibe ich lieber in der Ich-Form oder ist mir ein allwissender Erzähler am liebsten? Kann ich eher aus der Sicht einer weiblichen oder eines männlichen Protagonisten schreiben? Welche Zeitform eignet sich für welche Geschichte? Man kann verschiedene Genres ausprobieren oder auch mixen. Fast alles ist erlaubt. Und vor allem hat man schnell ein Erfolgserlebnis. Einen Roman zu Ende zu bringen, das erfordert viel Zeit. Damit sollte man nicht unbedingt anfangen, wenn man kaum oder wenig Schreiberfahrung hat. Bei Kurzgeschichten ist das anders. Die können auch mal nur eine Seite lang sein.
Viele mögen keine Kurzgeschichten. Aber es liegt an einem selbst, wie man sie gestaltet. Sind einem die Kurzgeschichten, die man in den Zeitschriften oft liest zu lahm oder zu langweilig, dann kann man versuchen, ob es einem gelingt, mit wenigen Seiten Spannung aufzubauen. Eine großartige Herausforderung.

2.Die Figuren genau kennen

Ich schreibe immer einen Steckbrief zu jeder Person. Dort ist das Aussehen notiert, die Charaktereigenschaften, die Biografie etc. Zum einen ist dies wichtig, damit einem keinen blöden Fehler passieren. Auf Seite 2 hat der Protagonist blaue Augen, zehn Seiten weiter braune.
Um über jemanden zu schreiben, muss man seine Geschichte kennen, sonst besteht die Gefahr, dass die Person blass und farblos bleibt oder austauschbar wird. Als Autor erfindet man nicht nur Geschichten, man erzählt sie, man erzählt über Personen, die einem im Laufe des Schreibens ans Herz wachsen.
Wie also kann ich meine Figuren so gut kennenlernen, dass sie authentisch wirken?
Da hat jeder Autor so seine eigene Methode. Man muss gucken, womit man am besten arbeiten kann. Aber hier ein paar Beispiele:

-Im Freundes und Bekanntenkreis umgucken. Welche Eigenschaften haben meine Freunde, Arbeitskollegen etc? Wie verhalten sie sich in bestimmten Situationen? Ich rate nicht dazu den gehassten Arbeitskollegen 1:1 zu übernehmen für den nächsten Roman. Aber vielleicht hat er eine witzige Marotte, die man etwas abgewandelt übernehmen könnte.
Es gab einen Streit auf der letzten Party, der völlig überzogen war? Was war da los? Gab es Missverständnisse? Ich rede nicht davon, die Situationen 1:1 zu übernehmen, sondern zu gucken, wie entstehen Konflikte, wie ticken Menschen in Stresssituationen, wie bei Alkoholkonsum etc.

Eigenschaften aufschreiben, die die Person haben soll. Die Devise lautet: Show- don´t tell. Nicht einfach alle Eigenschaften des Protagonisten im ersten Kapitel aufzählen. Soll er jähzornig sein, dann beschreibt eine Szene, in der er wegen einer Kleinigkeit ausflippt. Soll er ängstlich sein, beschreibt, wie ihm im Fahrstuhl der Schweiß ausbrich etc.

wichtig ist, dass er authentisch bleibt. Wenn er ängstlich ist und ab Kapitel 20 auf einmal ohne ersichtlichen Grund oder nachvollziehbare Erklärung cool jeder Gefahrensituation trotzt, wirkt das nicht realistisch.

3. Einfach weiterschreiben

Ich glaube nicht an Schreibblockaden. Ich denke, es ist gibt Tage, da fällt es einem leichter zu schreiben, als an anderen Tagen. Manchmal sitze ich da und jeder Satz wirkt verkrampft. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten, jeder Satz wird dreimal umgeschrieben und gefällt immer noch nicht. Dann schreibe ich an etwas anderem weiter. Entweder schreibe ich an einer anderen Szene, die später vorkommen soll, oder ich schreibe an Dialogen und füge die hinterher an die richtigen Stellen ein. Manchmal schreibe ich auch an einem anderen Projekt weiter. Wichtig ist, am Ball zu bleiben. Sich nicht frustriert zurückzuziehen. Einfach weiterschreiben. Und wenn es nur Übungen sind.

4. Flexibel sein
Oft kommen einem einfach Ideen, wenn man gerade nicht am PC sitzt. Die Story steht zwar schon, der Plot ist durchdacht und man muss man es einfach nur noch Kapitel für Kapitel aufschreiben. Ich schreibe selten einfach drauf los. Bei einem Krimi oder Thriller kann ich mir das gar nicht vorstellen. Da plane ich vorher gründlich. Und dennoch kommen beim Abwaschen, einkaufen oder Müll rausbringen Ideen, was der Täter noch alles auf dem Kerbholz haben könnte. Oder woher sich das Opfer und Täter noch gekannt haben könnten. Ich halte nicht stur an dem Konzept fest. Viele gute Ideen, Wendungen etc sind mir gekommen, als die Story schon fest stand. Dann muss man gucken, will ich das wirklich ändern, lohnt sich das? Wenn es sich lohnt, man die neue Idee viel besser findet, dann sollte man sich die Mühe machen. Flexibilität kann sich auszahlen. Wichtig ist, dass man selbst zufrieden ist. Wie will man hinter einem Buch stehen, von den man weiß, man hätte es besser machen können, wäre man nicht zu faul gewesen?

5. Text ruhen lassen

Wenn man tage- oder wochenlang an einem Text arbeitet, sieht man irgendwann vor lauter Buchstaben die Sätze nicht mehr. Ist der Plot spannend genug? Ist der erste Abschnitt okay? Sollte ich vielleicht doch keine Rückblenden einbauen? Irgendwann gelange ich an den Punkt, an dem ich kein Gespür mehr für die Story habe. Dann lasse ich den Text ein paar Tage ruhen, schreibe etwas anderes oder widme mich verstärkt dem Marketing. Nach ein paar Tagen setze ich mich dann wieder an den Text und meistens klappt es dann auch besser.
Nur nicht verkrampfen, das tut keinem Text gut.

http://ninahasse.wordpress.com/2014/05/21/5-tipps/

5 Tipps für Autor*innen

http://www.hydorgol.de/?page_id=2321

http://www.anja-bagus.de/

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2 Gedanken zu “5 Tipps

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