Leipziger Buchmesse. Meine Lesung, meine Eindrücke

Am Samstag ging es los zur Messe. Um zwanzig vor elf fuhr der ICE von Hamburg-Altona aus nach Leipzig. Um kurz kurz nach zwei Uhr trafen wir in Leipzig Hauptbahnhof ein, gegen viertel vor drei sind wir dann endlich im Hotel angekommen. Hotel
Kurz auspacken, etwas ausruhen und dann ging es auch schon los zur Messe.
Am Eingang kamen uns schon sehr viele Menschen in den buntesten Kostümen entgegen. Ein Mädel trug sogar nur einen Bikini und Schuhe, während ich noch kurz zuvor meinen Mantel zugeknöpft hatte, da es doch recht windig war. Messe Kostüm

In der Eingangshalle war es super voll, aber ich hatte gar nicht so viel Zeit mich umzusehen, oder mich von den mir entgegen kommenden Menschenmassen irritieren zu lassen, weil ich ganz schnell Halle 5 finden wollte. Da ich am nächsten Morgen eine Lesung am Stand von Apub (Amazon Publishing) hatte, wollte ich natürlich wissen, wo ich denn genau hinmusste. Außerdem hatte Katja Piel um 17 Uhr ihre Lesung vom Thriller »Tod auf Ibiza« (der auf meinem SUB liegt und noch darauf wartet, gelesen zu werden) und ich wollte wenigstens kurz bei ihr vorbeischauen und dem Team von Amazon Hallo sagen.
Nach einigen Umwegen, war Halle 5 mehr oder weniger (eher weniger) schnell gefunden.
Katja erspähte ich recht schnell, obwohl es recht voll am Stand war. Ich nötigte sie zu einem Erinnerungsfoto, wir unterhielten uns kurz und dann musste ich mich erst einmal setzen, denn mein Kreislauf drohte schlapp zu machen.
Leider konnte ich die Lesung auch nicht bis zum Ende verfolgen, ich begrüßte kurz das Team von Amazon Publishing, so hatte ich zu den Menschen, mit denen ich so fleißig E-Mails austauschte und telefonierte endlich ein Gesicht vor Augen. Dann ging es schnell zurück ins Hotel, wo ich erst einmal etwas essen musste.

mit Katja mit Katja Piel (Autorin der „Kuss der Wölfin Serie“ und „Tod auf Ibiza“)

apub Am Stand von Apub waren die Cover der aktuellen Neuerscheinungen auf den Hockern drauf, ich war ganz aus dem Häuschen, als ich den Todesschwestern Hocker sah. Wie geil ist das denn??? Todesschwestern gibt es übrigens als E-Book und auch Paperback

Nach einer erholsamen Nacht, ging es am nächsten Morgen zum Frühstücksbuffet. Entgegen meiner Befürchtung, konnte ich sogar eine Kleinigkeit essen (Bei Aufregung bekomme ich normalerweise kaum etwas runter). Dann ging es auch schon zur Messe. Es war nicht ganz so voll wie am Vortag, aber immer noch ziemlich viele Leute unterwegs. Halle 5 fanden wir dieses Mal auf Anhieb.
Ich entdeckte Marion Schreiner, die aus ihrem Thriller vor mir ihre Lesung abhielt, wir unterhielten uns kurz, dann wurde es für sie auch schon ernst.
Meine Nervosität steigerte sich ein bisschen, hielt sich aber immer noch im Rahmen.
Nach Marions Lesung überraschte mich Sandra Huber am Stand, die zwar gerade auf dem Sprung war, aber extra vorbeigeschaut hat, um mir Hallo zu sagen. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut, wir kannten uns bisher nur über Facebook. Es ist toll, wenn man die Leute, mit denen man auf Facebook so regelmässig Kontakt hat, live trifft.
Sandra »lud« ihre Mutter bei mir ab, die ein Thriller Fan ist, dann wurden ein paar Fotos geschossen. Das Team von Amazon kam auf mich zu, wir sprachen kurz über die Lesung ab, ich stellte noch einige Fragen, dann wurde das Mikrofon getestet und dann ging es los: mein Thriller und ich wurden angekündigt.
Ich hatte mir vorher schon ein paar Stellen mit bunten Klebestreifen im Buch befestigt und so war ich gut vorbereitet. Auch wenn es ziemlich ungewöhnlich war, durch ein Mikrofon zu sprechen, so war ich überrascht, wie ruhig meine eigene Stimme klang. Auch fiel ich nicht hyperventilierend vom Sessel, wie in einem meiner Horror-Szenarien vorgestellt.
Aus den Augenwinkeln sah ich dann während des Vorlesens, dass meine Mutter aufstand und wegging, da dachte ich dann kurz » ach du Schreck, mach ich das hier so schlecht?« Ich blieb aber ruhig, fragte mich, ob sie sich kurz was zu trinken holte und las einfach weiter. Es stellte sich heraus, dass sie einfach ein paar Schritte zurückgegangen war, um ein besseres Bild zu machen). Ein paar weitere Leute setzten sich dazu, jemand vorne stand auf, aber das alles nahm ich nur am Rande wahr und versuchte mich nicht irritieren zu lassen, obwohl ich immer wieder die Panik hatte, dass am Ende keiner mehr dort sitzen würde, weil ich so schlecht vorlas.
Doch als ich fertig gelesen hatte, stellte ich erleichtert fest, dass die Leute sitzen geblieben waren (zumindest die meisten) und es wurde sogar geklatscht. Nach der Lesung konnte man mir Fragen stellen und es gab 25 Exemplare zu verschenken, die ich signieren würde. Ich hatte zuerst Panik, dass keiner Interesse haben würde und mich alle allein da stehen ließen. Doch noch auf dem Weg zum Tisch, wo die Freiexemplare warteten, wurde ich von interessierten Lesern umringt und mit mit Fragen gelöchert. Ich konnte es kaum glauben. Ein unglaubliches Gefühl! Diese Leute hatten mir zwanzig Minuten lang zugehört und wollten immer noch mein Buch lesen!
Ich signierte fleißig Bücher und Postkarten mit dem Covermotiv, manche mit Widmung, manche ohne, und eine Leserin wies mich freundlich daraufhin, dass sie doch meinen Namen auch gerne darauf hätte. Ich war so nervös, ich hatte lediglich die Widmung und das Datum geschrieben.
Ich glaube, ich habe einen ziemlich verpeilten Eindruck gemacht und hoffe, dass hält nun niemanden davon ab, meine Bücher zu lesen.

lesung1mit sandra mit Sandra A Huber

arwyn.yale (2 of 2)
Danach gab es noch ein nettes Pläuschchen mit dem Team von Amazon, dann machten meine Mutter und ich uns auf den Weg zu Halle 1, wo wir bei der Manga Comic Convention vorbeischauen wollten, die vielen Kostüme waren einfach grandios!
Auf dem Weg dorthin lief mir in Halle 3 Mara Giese von buzzaldrins.de über den Weg. Ich war immer noch ganz geflasht von meiner Lesung, sagte so etwas Intelligentes wie, »Du bist aber groß, das merkt man auf den Bildern bei FB gar nicht« und merkte dann aber gleich an, dass sie das sicher oft zu hören bekäme, was sie bejahte. Ich kam mir vielleicht selten dämlich vor.Tweet
In Halle 1 habe ich in dem dichten Gewusel (es war supervoll) zwischen all den bunt Kostümierten meine Mutter verloren. Nach 20 Minuten erfolgloser Sucher habe ich sie dann in der Eingangshalle wiedergefunden. Es ging erst einmal zurück ins Hotel, kurz Füße hochlegen, etwas essen und und dann machte ich mich gegen halb drei wieder auf den Weg zum Messegelände, denn um 15:30 hatten Pippa Goldschmidt und Zoe Beck in Halle 5 eine Lesung. Ich guckte mir ein paar der Stände in Halle 3 an, dann ging es weiter in Halle 5. Zuerst lauschte ich einer Lesung zum Roman »Roter Winter« von Annemarie Weber, vorgetragen von ihrem Enkel Robert Weber. Gleich im Anschluss gab es dann die Lesung zu »Weiter als der Himmel«, das Buch erschien am 12. März im Weidle Verlag ( an dem Tag haben sowohl Pippa Goldschmidt als auch Zoe Beck Geburtstag).
Zoe hat den Roman »Weiter als der Himmel« übersetzt und las längere Passagen auf Deutsch vor, während Pippa Goldschmidt kürzer auf englisch vorlas. Die Textpassagen haben mich wirklich neugierig gemacht und so habe ich mir nach der Lesung ein Exemplar gekauft und signieren lassen.
Natürlich habe ich auch hier ein paar Bilder geschossen.

lesung pippa goldschmidt Zoe Beck (links) und Pippa Goldschmidt lesen aus „Weiter als der Himmel“ ,  

collage Lesung pippamit zoemit Zoe Beck, deren Roman Schwarzblende gerade erschienen ist

Das war die LBM15 aus meiner Sicht. Ich hatte eine tolle Zeit und habe mich sehr gefreut, so viele liebe Menschen zu treffen.

Die Rückfahrt

starbucks bahnhof Endlich wieder entkoffeinierten Latte Macchiato. Ich war so froh, einen Starbucks am Leipziger Hauptbahnhof zu erspähen. Zudem sieht es da auch richtig toll aus.

unterwegs Aus dem ICE geknipst

hamburg In Hamburg schien sogar die Sonne, als der Zug in den Bahnhof einfuhr

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4 Gedanken zu “Leipziger Buchmesse. Meine Lesung, meine Eindrücke

  1. Das war sicher ein tolles Erlebnis, schon beim Lesen hatte ich das Gefühl, dabei gewesen zu sein-tolle Fotos, dankeschön, dass Sie das alles mit Ihren Lesern teilen.Weiterhin viel Erfolg:-)

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