Lesung in Hamburg

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Am 21. Mai war Tag der Autoren im Café Parallelwe.lt in Hamburg. 11 Autoren ( Keke van Steyn war leider krank ) haben in der Zeit von 14- 20 Uhr aus ihren Werken vorgelesen. Mein Freund und ich haben um ein Uhr einen Freund eingesammelt und uns dann auf den Weg nach Hamburg gemacht. Auf wundersame Weise fanden wir sogar direkt einen Parkplatz in einer Seitenstraße, nur wenige Meter vom Café entfernt. Bevor wir von zu Hause losgefahren sind, habe ich mich mehrmals versichert, dass ich das Manuskript, aus dem ich vorlesen wollte, auch mitgenommen habe. Nicht auszudenken, dass ich dort auftauche und keinen Text dabei habe! Und wie es sich für jemanden mit einer Zwangstörung gehört, habe ich natürlich mindestens 5 Mal nachgesehen, ob der Text auch wirklich in der Tasche ist, obwohl einmal nachgucken natürlich ausreicht. Aber Zwänge eben … Vermutlich ist es kein Zufall, dass in meinem Manuskript – einem Cosy Krimi – die Protagonistin (eine Krimiautorin) eine Angst- und Zwangstörung hat.

 

Ich habe mir extra einen Text zum Vorlesen ausgesucht, in den man schnell hereinfindet. Denn in nur 20-30 Minuten ist es für die Zuhörer oft nicht so leicht, mit einem Text warm zu werden. Mein Cosy Krimi beginnt wie gesagt mit besagter Krimiautorin, die sich wegen ihrer Probleme in Behandlung begeben hat. In einem malerischen Ort in den englischen Cotswolds. Sie beobachtet einen Mord und hat Schwierigkeiten, ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen, denn die Leiche ist verschwunden und Maevis etwas überspannt 🙂

Als wir in dem Café ankamen, war ich ziemlich nervös. Aber eigentlich bin ich das immer, bloß an dem Tag wohl noch ein wenig mehr. Ich schätze, ich habe einen ziemlich wuschigen Eindruck gemacht, vielleicht sogar verwirrt oder gar schroff. Ich habe ziemlich große Probleme, Reize richtig zu verarbeiten. Straßenlärm, Stimmengewirr, Musik, Reklametafeln überall etc, was halt so den Alltag begleitet, wenn man nach draußen geht. Bei Aufregung – wie vor einer Lesung – kommt es dann schnell zu einer Reizüberflutung. Ich kann Reize dann schlecht filtern, höre Geräusche dann zehn Mal lauter als sie in Wirklichkeit sind, Bewegungen der anderen Menschen erscheinen mir hektisch etc, es ist als wenn sich die Welt ein Stück schneller dreht als normalerweise. Als allererste habe ich Heike Adami begrüßt, die freundlicherweise die „Leitung“ der Lesung übernommen hat. Ich glaube, ich habe leicht gestresst oder hektisch gewirkt und hoffentlich wurde das nicht als unfreundlich aufgefasst, wie so oft. Wie bereits gesagt, in solchen Momenten schwirrt mir der Kopf, sämtliche Eindrücke stürzen ungefiltert auf mich ein und ich muss mich wahnsinnig konzentrieren, um das Wesentliche zu erfassen. Dabei kommt es dann leider vor, dass ich mich mitten in der Begrüßung wegdrehe, oder ein schroffes „Hallo“ erwidere oder manchmal auch kurz angebunden antworte, was genervt wirkt. In diesen Momenten stehe ich oft neben mir und merke erst hinterher, dass ich vielleicht seltsam gewirkt haben könnte.

Um mich ein wenig zu akklimatisieren, haben wir uns erstmal draußen hingesetzt, an einen der Tische. Es war schönes Wetter und so konnte man es draußen gut aushalten. Nach fünfzehn Minuten bin ich dann wieder rein, in den Raum, in dem die Lesung stattfand. Es war recht voll. Asmodina Tear hatte gerade begonnen vorzulesen.

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Ich schlich mich leise rein, fand weiter hinten einen Platz und lauschte ihrem Text. Anschließend las Monika Schoppenhorst aus ihrem Vampir- Roman. Der Raum wurde immer voller, Stühle mussten dazu gestellt werden. Danach war ich an der Reihe. Bewaffnet mit einem Glas Sekt, das ich bereits zur Hälfte ausgetrunken hatte und einer Cola Light, machte ich mich daran, den Lesern Maevis vorzustellen. Ich war erleichtert, als die Leute an der ersten lustigen Stelle lachten. Mit Humor ist das ja immer so eine Sache.

Nach der Lesung gingen mein Freund und ich erstmal wieder raus, ich musste unbedingt etwas essen. Meine Mutter und mein Bruder hörten sich die nachfolgende Lesung an und gesellten sich dann zu uns.  13230351_971299589606319_4757178889806423147_nMein Bruder und ich

Wir saßen dann noch eine Weile draußen, haben gegessen und getrunken, viel geredet, ab und zu kamen andere Autoren und man unterhielt sich kurz, anschließend ging es dann nach Hause. Es war ein toller Tag, an dem ich viele interessante Menschen kennen gelernt habe. Es hat Spaß gemacht aus meinem noch unveröffentlichten Roman vorzulesen, der glaube ich, ganz gut ankam bei den Zuhörern.

Der Roman soll in drei Monaten erscheinen. Ich werde auf diesem Blog darüber infomieren und sicherlich vorher schon eine Textprobe einstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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