Wie viel darf ein E-Book kosten?

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(c) Chril Elwell -Bigstockphoto.com

 

Immer wieder taucht im Netz die Frage auf:

Wie viel darf ein E-Book kosten?

Viele Verlage verlangen für E-Books fast genauso oder sogar genau soviel wie für das Taschenbuch bzw. Hardcover. Ab und zu findet man große Namen wie z.B Charlotte Link, Donna Leon mit Preisen von über 14 Euro in den Top 10 der E- Book Charts. Es gibt sie also, die Leser, die auch für E-Books mehr als die üblichen 0.99 bis 2.99 Cent ausgeben.

Klar, vereinzelt wird auch über die hohen Preise der Verlage gemeckert, aber der Großteil ist bereit an die 17 Euro für ein E-Book auszugeben, sonst wäre es nicht in den vorderen Verkaufsrängen.

Bei Selfpublishern sieht das anders aus. Obwohl sich inzwischen herumgesprochen haben sollte, dass vor allem die Erfolgreichen unter ihnen einen hohen Qualitätsanspruch haben und für Lektorat, Korrektorat und Cover Profis beauftragen, gelten die Bücher oftmals als zweitklassig. Trotz super Verkaufszahlen und zahlreichen positiven Rezensionen. Mehr als 2.99 gilt als unverschämt für diese Autoren, die ja keinen großen Namen haben. Nicht so wie Sophie Kinsella oder Kerstin Gier. Das sind anscheinend richtige Autoren. Dass viele erfolgreiche Selfpublisher wie z.B Poppy J. Anderson oder Hanni Münzer mittlerweile bei etablierten Verlagen wie Rowohlt usw. untergekommen sind, scheint nicht zu zählen. Das haben die ja nur geschafft, weil die so viele Bücher verkauft haben, aber nicht, weil sie so gut schreiben. Denn viele Bücher zu verkaufen ist ja leicht mit so Groschenromanen, aber richtige Literatur zu verfassen kann nicht jeder! * (Das spiegelt natürlich nicht meine Meinung wider, sondern das, was ich im Netz aufgeschnappt habe)

Lassen wir das, die Diskussion ermüdet mich. Fakt ist, diese Autoren sprechen die breite Masse an, die breite Masse will genau diese Art von Büchern!Aber mehr als 2.99 ausgeben will sie nicht.

Immer wieder „beschweren“ sich Leser über die zu teuren Preise für E-Books, vor allem der Selfpublisher. Und mit zu teuer sind zum Teil Preise wie 1.99 oder 3.99 gemeint. Ein Kaffee bei Starbucks kostet mehr, aber diesen Vergleich sind ja viele leid.

Ist 0.99 Cent für 80 Seiten nicht viel zu viel? Sind 1.99 für 100 Seiten nicht ein wenig übertrieben?

Und dann diese Lockangebote! Den ersten Band einer Reihe für 0.99 Cent oder kostenlos anbieten und die nächsten Bänder für 2.99! Frechheit! Machen aber selbst Verlage so. Was ist daran verwerflich? Irgendwie muss man ja auf sein Produkt aufmerksam machen.

Selbst dicke Wälzer von 600 Euro rechtfertigen für viele Leser keinen Preis von über 3.99 und das ist schon hoch angesetzt.

Ich war letztens bei Budni. Da gab es neue Kokoschips gratis zum Probieren. Als ich gestern wieder dort war, war diese Gratisaktion vorbei, nun verlangen die tatäschlich 2.99 für eine ganze Tüte dieser Chips! Niemand (Okay, Spinner gibt es überall, sagen wir kaum einer) kommt auf die Idee, sich bei Aldi zu beschweren, weil Joghurt XY nur von Samstag bis Donnerstag im Angebot war und nun wieder zum regulären Preis verkauft wird. Bei Büchern wird aber die Nase gerümpft und „Abzocke“ gebrüllt.

Billiger Vergleich? Vielleicht, aber ich denke, manche schnallen es einfach nicht. Ein Buch zu schreiben ist Arbeit. Viele Autoren machen das hauptberuflich. So wie ich.

Vor einiger Zeit bekam ich folgende Rückmeldung:

„2.99 für 150 Seiten ist Wucher, das zahle ich nicht bei unbekannten/relativ unbekannten/Autoren.“

Auf meinen Einwand, dass ich mehrere Monate an diesem Buch geschrieben habe, erhielt ich als Antwort: „Ist mir doch egal, wenn du so lange dafür brauchst. Deswegen zahle ich trotzdem nicht mehr.“

Sicher denken nicht alle so. Dass aber die Mehrheit so denkt, zeigt ein Blick in die E-Book- Charts. Und in den Sozialen Medien kann man immer wieder diese Diskussionen verfolgen.

 

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2 Kommentare

  1. Ich muss sagen ich bezahlen gerne für ein ebook das gleich wie für ein Buch. Anfangs war ich auch immer so, oh nein, warum kostet das ebook genau soviel wie ein normales Buch. Aber dann hatte ich einen Beitrag gelesen wo genau aufgezeigt worden ist was der unterschied zwischen einen „normalen Buch“ und einem ebook ist. Der Unterschied ist nicht wirklich groß, vor allem die arbeit ist die gleich. Seitdem kaufe ich mir alle ebooks die ich will egal was sie kosten. Obwohl ich bei höheren Preise doch schon mal schaue warum die so teuer sind. Ab das ist alle über 10 €. Klar freue ich mich über Aktionen und hole mir da viele ebooks drüber. Doch wenn ich die Zeit verpasst habe dann kaufe ich das Buch auch zum regulären Preis. Denn ich macht einen sehr guten Job. 🙂

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